Häufige Fragen zu Trauerbegleitung

Was sind Inhalte von Trauerbegleitung?

Trauerbegleitung ist so vielseitig! Ich benenne hier mal die häufigsten Anliegen und Inhalte:

  • Mit dem Trauerschmerz und Trauergefühlen (Angst, Panik, Wut, Einsamkeit, Scham etc.) umgehen und leben lernen.
  • Die Zeit danach überstehen und überleben.
  • Die Verbindung zu der verstorbenen Person (wieder) spüren und stärken.
  • Die vielen Gedanken sortieren und alle Fragen klären, die dir durch den Kopf gehen.
  • Begreifen, dass das jetzt wirklich so ist.
  • Mit den Herausforderungen im Alltag besser klar kommen.
  • Die Verbindung zum Leben wieder entdecken und Sinn finden.
  • Einfach mal mit jemandem Reden, der dich und deinen Schmerz aushält.
  • Methoden & Tools kennenlernen, die es dir leichter machen.

Im Kontakformular steht häufig einfach erstmal: „Mich beschäftigt ein Verlust und ich merke, dass ich Hilfe gebrauchen könnte.“ Das ist ein sehr guter Anfang! Genau hier beginnt dann meine Expertise und ich zeige dir, wie ich dich unterstützen kann. 

Für welche Verluste kann ich Trauerbegleitung in Anspruch nehmen?

Die ganz simple Antwort ist: zu allen Verlusten!
Mir liegt es sehr am Herzen, Menschen zu begleiten, die einen Todesfall in ihrem Umfeld erlebt haben oder die sich auf ihren eigenen Tod vorbeiten möchten. Ein weiterer Schwerpunkt meiner Arbeit sind Menschen, die eine Fehlgeburt oder einen Schwangerschaftsabbruch verarbeiten müssen.
Genauso liegt es mir am Herzen, Menschen zu begleiten, die mit einem Verlust leben müssen, der nichts mit Tod und Sterben zu tun hat, wie z.B. einer Trennung, einer chronischen Erkrankung, mit Kinderlosigkeit und allen anderen vermeintlich „kleineren“ Verlusten, die im Leben auftreten können und die ich hier gar nicht alle benennen kann. Fühl dich wirklich ganz herzlich eingeladen, dich mit deinem Verlust an mich zu wenden.

Wann ist der beste Zeitpunkt für Trauerbegleitung?

Der beste Zeitpunkt könnte z.B. jetzt sein, immerhin bist du schonmal auf dieser Seite gelandet! Es gibt im Grunde keinen richtigen oder falschen Zeitpunkt, aber oft beginnt der Trauerprozess früher, als vielen Menschen bewusst ist. Ein früherer Zeitpunkt hat die Chance, dass du dich bewusster mit bestimmten Aspekten auseinander setzen und dich besser vorbereiten kannst.

Wie läuft Trauerbegleitung bei dir ab und wieviele Termine brauche ich?

Du schreibst mir eine Mail und erzählst mir kurz, worum es geht. Dann können wir entweder gleich einen Termin vereinbaren oder kurz telefonieren und deine Fragen klären

Für die Termine treffen wir uns online oder in Hannover

Ich empfehle dir 3-6 Termine, um eine gute Basis zu schaffen für deinen Trauerprozess. 
Die Dauer der Begleitung ist jedoch sehr individuell, wie auch die Abstände zwischen den Terminen. Manchen gibt es sehr viel Halt,  wöchentliche Termine zu vereinbaren, gerade am Anfang, anderen reicht ein Termin pro Monat. Bei einem Todesfall begleite ich oft das erste Trauerjahr, bis der erste Todestag gut überstanden ist.

Mit welchen Methoden arbeitest du?

Ich arbeite mittlerweile mit einem ganzen Repertoire an Methoden, dich ich individuell nutze und oft intuitiv, je nach Person, auswähle und kombiniere. In der Trauerbegleitung arbeite ich vor allem nach dem Hypnosystemischen Ansatz, mit Polyvagalem Emboidment Training sowie dem Akzeptanz- und Commitment Ansatz
Im Coaching nutze ich vor allem die ASK!-Methode, einem Systemischen Coaching, das mit deinem eigenen, inneren Wissen eingefahrene Muster unterbricht und dir neue, überraschende Perspektiven zeigt. Mehr über meinen „Methoden-Koffer“ findest du hier.

Begleitest du nur Frauen oder auch Männer?

Ich begleite alle Menschen, die gerne mit mir arbeiten möchten. Einige ausgewählte Angebote z.B. Retreats sind ausschließlich für Frauen.

Meine Klientinnen & Klientinnen sind übrigens ca. 25 – 63 Jahre alt. Ich habe ich mich bewusst auf jüngere Menschen fokussiert, weil Trauerbegleitung viel zu oft noch gedanklich bei Senioren und entsprechenden Angeboten verortet ist. 

Funktioniert Trauerbegleitung wirklich online?

Ja! Sehr gut sogar. Das bestätigen alle meine bisherigen Klient*innen. Ich bin sehr dankbar, dass ich dadurch die Möglichkeit habe, auch Menschen zu unterstützen, die nicht in Hannover leben. Wenn du unsicher bist, probiere es doch gerne mal aus. Wenn es für dich gar nicht in Frage kommt, du aber unbedingt mit mir arbeiten magst, sprich mich an, wir finden bestimmt auch dafür eine Lösung.

Bietet du auch Trauergruppen an?

Ich bin aus verschiedenen Gründen kein großer Fan von Trauergruppen, z.B. weil sie häufig nicht Trauer- & Trauma-sensibel genug durchgeführt werden. Unter anderem war das ein Teil meiner Motivation, mich auf 1:1 Trauerbegleitung zu spezialisieren, weil es zu wenig davon gibt und weil viel zu wenig bekannt ist, dass es eine gute Alternative zu Trauergruppen ist, häufig sogar die sinnvollere. Ab und zu biete ich Trauer-Retreats an, für die ich die Teilnehmenden in der Regel persönlich auswähle, um meine eigenen Qualität-Standards von guter, nervensystembasierter Arbeit sowie Kriterien für neurodivergente Menschen erfüllen.

Wieso brauchen neurodivergente Menschen (besondere) Trauerbegleitung?

Die besondere Begleitung liegt im Kennen der besonderen Fähigkeiten und anderen Bedürfnisse von Menschen mit Hochsensibilität, Hochbegabung, ADHS oder ASS. Meine Trauerbegleitung unterscheidet sich dadurch wesentlich von anderer Trauerbegleitung. 

Außerdem biete ich Trauerbegleitung für späterkannte Neurodivergenz an, wie z.B. Hochbegabung. Der Traueraspekt ist wesentlich für die Identität als neurodivergenter Mensch.

Wird Trauerbegleitung von der Krankenkasse übernommen?

Leider ist Trauerbegleitung  keine Leistung von gesetzlichen Krankenkassen. Wenn du privat versichert bist, frag ruhig mal nach bei deiner Krankenkasse, ob Trauerbegleitung erstattet wird. Eine Garantie dafür gibt es jedoch nicht. 

Bietest du auch Beratung oder Fortbildungen für Trauer im beruflichen Kontext an?

Ein ganz klares Ja! Beratungen und Workshops für Fachleute im Gesundheitsbereich (Therapeut*innen, Hebammen, Arzt*innen, Yogalehrer*innen etc.) ist mir ein echtes persönliches Anliegen! Immer wieder stelle ich fest, wie groß die Berührungsängste und Unsicherheiten sind. 
Ich gebe regelmäßig Seminare zu Trauer bei verschiedenen Fortbildungsinstituten. Außerdem berate ich Teams in Praxen oder Unternehmen ganz individuell zu Trauer, online oder als Inhouse-Schulung
Gerne berate ich auch zur Konzeptgestaltung oder übernehme diese. Wenn z.B. eine Gynäkologische Praxis Familien nach einer Fehlgeburt noch besser begleiten möchte. Sprecht mich gerne an für euer Anliegen! 

Ein wichtiger Aspekt für Fachleute ist auch ein verantwortungsbewusster Umgang mit eigener Trauererfahrung und „Triggern“ im beruflichen Kontext. Hierzu kombiniere ich 1:1 Trauermentoring mit fachlicher Beratung.

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Bild: Clarisse Dsbt/unsplash